Bestwig is a municipality in the Hochsauerland district, in North Rhine-Westphalia, Germany.Bestwig is situated on the river Ruhr, approx. 10 km east of Meschede.
Das kommt davon, wenn man einen nicht rechtgläubigen Kompass einsetzt. Wahrscheinlich trug dein Kompass noch nicht mal ein Kopftuch (das ist ja keine "Erfindung" konservativer Muslime - in meiner Kindheit und Jugend liefen ans-tändige katholische Jungfrauen, oder solche, die diese Illusion aufrecht erhalten wollten, auch bevorzugt mit den Dingern aufm Kopp rum.
Könnte durchaus zutreffen, aber Ulrike glaubte schon ihm vertrauen zu können, weil er uns früher beim Cachen stets zuverlässig Hilfe leistete. Heute braucht man sowas ja nicht mehr, denn bessere GPSr haben diese Funktion natürlich auch eingebaut.
Danke für die natürlich absolut korrekte Differenzierung. A propos Mitbringsel: Ich erinnere mich noch dunkel an irgend so ein "Lourdes-Wasser", das von Pilgern mitgebracht wurde. Wer weiß wie verkeimt das nach der langen Pilgerfahrt war. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das wundersame Wässerchen verschluckt wurde oder mehr rituellen Waschungen diente.
Hauptsache: Hoch die Tassen (so sind sie, die Sauerländer)
Ach neeee: Lourdes - da gippet ja nur Wasser ohne Hopfen und Malz. Aber wie ich die Sauerläder kenne, süppeln de in ihrer Lourdes-Grotte ein gepflegtes Lourdes-Bierchen.
Wir waren tatsächlich auf der Fahrt zu einem Wasser, natürlich der besonderen Art! Es gibt in Nordenau bei Astenberg einen Stollen, in dem - natürlich - ein besonderes Magnetfeld herrscht und ein Heilwasser sprudelt, dem sogar Jungbrunnenwirkung angedichtet wird. Das Hotel unterstützt diesen Schwachsinn nach Kräften, verständlich. Ulrike hat als Laborleiterin weitgehende Möglichkeit, Wässer auf seine chemischen Eigenschaften zu testen. Also brauchte sie davon eine Probe, das ganze wollten wir dann einbinden in eine Foto- und Cachetour. Beides hat nicht wunschgemäß geklappt, weil das Wetter so schrecklich war, dass ich Angst um den Erhalt meiner Knipse hatte und darüberhinaus den Aufenthalt im Freien ehedem nicht unterstützte.
Aber meine obige Beschreibung trifft zu. Ich mag den klerikalen Firlefanz und deren Weltanschauung nicht, aber das hier geht weiter. Immerhin: wenn es Suchenden Halt gibt, warum nicht, auch wenn''s mir nicht gefällt. Es gibt an der Grenze zum Lippischen noch eine Grotte, sogar eine echte, nicht ein kapellenähnliches Gebäude wie hier. Dort sind die Wände mit Dankestafeln und Hilferufen übersät. Den Ort haben wir cachemäßig gefunden, sowas glaubt man nicht. Wir werden uns da bald mal wieder hinschleppen, weil es Bilder davon nicht gibt ... was ein Mangel ist.
Lourdes-Grotten waren -ncht nur im Sauerland - eine Zeitlang eine richtige Modeerscheinung. Und wie gesagt: Der Glaube versetzt Berge - jenseits aller Fakten. Ärgerlich ist immer nur, wenn aus der Gutglkäubigkeit von Menschen, meist leidenden Menschen, Kapital geschlagen wird.
Tatsächlich? Ich dachte, "Lourdes-Grotten" wäre eine eigene Idee der Eingeborenen gewesen.
Mit dem besagten Nordenau-Stollenwasser herrscht ein Kult. Das Wasser wird, wenn man den hohen Eintrittspreis für zwanzig Minuten "Heilung" entrihtet hat, kostenlos in die mitgebrachten Behälter abgefüllt. Etwas, was mich in dieser Form überrascht hat, denn da wäre doch auch noch der eine oder andere Euro abgreifbar.
Folgendem Gespräch zwischen Besuchern wurde ich Ohrenzeuge. Ein Frau schob ihren wohl am Rollstuhl gefesselten Mann an mir vorbei und sagte zu einem nebenhergehenden Pärchen:" Man dürfte bei ein-, zweimaligem Aufenthalt natürlich kein Wunder erwarten, aber in einem vergleichbaren Fall, würde nach über 200 Sitzungen eine Besserung eintreten." Aus meiner Sicht ist nur eine wahrnehmbare Verschlechterung des Bankkontos die Folge gewesen.
sei nicht so hart, Rainer! Was nützt Geld, wenn man krank ist? es hilft Leiden lindern und sei es nur durch Hoffnung.. Wie Norbert schon sagt: Glaube versetzt Berge - und Hoffnung setzt Lebenssäfte in Gang, die zumindest die Lebensqualität verbessern.
Zur Installation der Grotten :
http://www.monumente-online.de/08/03/sonderthema/09_Kulturgeschichte_Lourdes_Grotten.php
Zu good old bloody Mary habe ich schon auch ein etwas gespaltenes Verhältnis: Bin als Kind zu oft un Mai- und Marienandachten gescheucht worden. So was prägt - ncht unbedingt positiv.
Aber Glaube ist eben etwa zutiefst Menschlches. das haben wir wohl zu akzeptieren solange kein offensichtlicher Missbrauch damit getrieben wird.
Die Lourdes-Grotten haben etwas Anrührendes- obwhl mir persönlich die Marterln und Votivtafeln im Süddeutschen authentischer erscheinen.
Lourdes-Grotten und Materln sind etwas völlig Verschiedenes:
die Lourdes-Grotte enstand aus einem "Mitbringsel", das man zuhause weiterverehrte und auch Freunden zugänglich machte - ähnlich den Reliquien in den Kirchen - in der Hoffnung auf Heilung von körperlichen Gebrechen.
Während Materl (Mater=Mutter) unabhängig von einem Ort zu Ehren der Mutter Gottes errichtet wurden - und man sich mit Bitten aller Art an sie wnden kann.
Ja, Menschen brauchen Hoffnung - wer sie verliert, der gibt auf - und wenn nirgends mehr Hoffnung ist, bleibt der Glaube ..
Ich akzeptiere das ja auch weitgehend, solange es meine Freiheit nicht einschränkt oder gar erkennbar Menschen verführt. Im Gegensatz zur Norbert habe ich keine näheren Kontakte zu dem Mummenschanz pflegen müssen, meine Abneigung ist wohl natürlich herbeigeführt. Ich bin aber, auch wenn's nicht so aussieht, sehr liberal, zu den Themen Fußball und Religion kann man mit mir kaum Streit bekommen. Aber ich beziehe Stellung, etwas was mir die Kirche früher und heute der Islam nicht erlaubt.
Immerhin ist doch positiv anzumerken, dass ich dort fotografiert und darüberhinaus auch noch das Stativ mitgenommen habe. Einige Bilder werden auch noch kommen, insbesondere die Innenaufnahme. Ich muss die aber noch auswählen, weil ich mehrere Belichtungsreihen geschossen habe.
Zum Grundsätzlichen habe ich aber eine gefestigte Meinung. Wenn's ums Geld geht, dann schrillen bei mir die Alarmglocken. So konnte ich mich auch nicht aufraffen, 7 € dafür einzusetzen, mich 20 Minuten in einem besonderen Magnetfeld umspült von heilendem Wasser aufzuhalten. Das sind für mich halt so Grenzbereiche, die den Ausspruch "Pecunia non olet!" mit einem Fragezeichen versieht.
Ein Kompass relativierte dann auch die Aussage, dass ein außerordentliches Magnetfeld herrschte; der merkte davon nämlich nichts.
Es liegt in der Natur des Menschen sich verführen zu lassen und zu verführen und du weißt ja, es sitzt fest in den Köpfen: was nix kostet, das taugt auch nix ;-)
Richtig, jeder soll glauben, denken, bezahlen was er will - aber weil er es will und nicht, weil es irgendein Zwang fordert.
Ich bin tiefgläubiger Atheist, mitnichten ein Heide! Die haben sich, wie die Geschichte lehrt, in ungeheurem Maße zum für uns allgemeingültigen Monotheismus "überreden" lassen. Ich bin deshalb kein Heide, weil ich nicht missionierbar bin. Immerhin glaube ich an Nikon, Canon und Garmin.
Meine Frau? Sicher, aber an die glaube ich nicht nur, sondern betrachte sie mehr als Bestandteil meines Seins. Das Ganze würde ich in diesem Zusammenhang gar nicht betrachten.
Aber ich hab' heute morgen was interessantes gelesen. Da bin ich doch erschüttert, mit welch einem Schwachsinn alt gewordene Männer so um sich werfen und welchen Anspruch sie an ihren, diesen Schwachsinn stützenden Verein haben. Ich zitiere Bischof Mixas (68) Antwort auf eine Frage des SPIEGEL (Nr. 23/30.05.09) "Jeder Mensch {...] kann aber durch Buße, durch Umkehr und Neudenken wieder ganz und gar die Brarmherzigkeit Gottes erfahren. Die Kirche ist die einzige Instanz, die mit der Vollmacht Gottes Sünden vergibt."
Boah ey, da muss man erst mal tief durchatmen, damit man wieder zu sich findet ... "Mit der Vollmacht Gottes", das halte ich nicht aus.