Hella KGaA Hueck & Co. is a German company that manufactures automotive lighting devices such as headlamps, signal lamps, and the electronics that support these. Based in Lippstadt, the company employs approximately 23,000 people worldwide and is ranked as one of Germany"s 100 largest industrial companies. The firm was ...
Weiss ich, war aber so gewollt. Mir kam's vorrangig um die Grabmale im Vordergrund an, die hinteren bestehen meist nur aus schlichten Steinplatten mit hebräischen Schriftzeichen, die wären scharf auch nicht interessanter geworden.
Wir haben auch bei uns (in Haigerloch) einen schönen alten jüdischen Friedhof mit einer ganz besonderen Atmosphäre, den ich gelegentlich gerne mal besuche. Auf vielen Grabsteinen liegen dort kleine Steine von Besuchern und es würde mich mal brennend interessieren, was dieser Brauch bedeutet.
Soweit ich weiß, werden die kleinen Steine statt Blumen auf das Grab gelegt, weil nach jüdischem Glauben die Toten nicht mit sich zersetzenden (verwesenden) Dingen verunreinigt werden sollen.
Auf dem größeren Grabstein in der mittleren Reihe, rechte Bildseite (Foto "ulrai") sehe ich auch solche Steine liegen. Deine Erklärung klingt plausibel. Danke
Der Erklärung von Küstenwolf ist nichts hinzuzulügen :-). Genauso ist es. Ich habe ein Bild, welches explizit diesen Ritus abbildet. Es folgt in den nächsten Tagen.
Im übrigen gibt es sogar deutsche Gräber auf diesem Friedhof, die den Grabschmuck mit Steinen adaptiert haben.
Du meinst wohl Gräber von Nichtjuden - weil Deutsche waren das ja auch; Mitbürger, Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen... . Es ist schon wichtig, hier genau zu sein. Da wirst Du mir sicherlich recht geben.
Oha, da war ich wohl politisch sehr unkorrekt. Ist aber was dran; doch jeder mich kennt, wird erklären, dass mir antisemitsches Gedankengut völlig fremd ist.
Deshalb hier noch einmal die unbedenkliche Fassung: Im übrigen gibt es sogar christliche Gräber auf diesem Friedhof, die den Grabschmuck mit Steinen adaptiert haben.
Der Kult der Steine entwickelte sich aus der Tatsache, daß Juden ein Nomandenvolk waren und man die Gräber vor dem Raub der wilden Tiere schützte indem man Steine darauf legte, weil jüdische Verstorbene niemals umgebettet werden dürfen und ihr Grab bis zum jüngsten Tag erkennbar bleiben soll. So zündet man also am Todestag im Haus eine Kerze an und bringt einen neuen Stein zum Gedenken (und Schutz) aufs Grab. Das sieht heute "merkwürdig" aus, weil auch jüdische Gräber einen Gedenkstein und neuerdings auch Grabplatten haben und der eigentliche Sinn sich "verschoben" hat und mit unseren Blumengaben gleichgesetzt wird.
Viele Steine bedeuten: hier liegt ein viel geliebter (bedeutsamer) Mensch, den Gott am jüngsten Tag der Auferstehung nicht übersehen möge.
Den Gedenkstein mit Namen setzt man übrigens erst am 1. Todestag.
die Geschichte mit den wilden Tieren ist eine Legende, aber leider (wie es Legenden oft so an sch haben) falsch.
Es gibt keine 100% sichere Gewissheit über die Quelle dieses Brauchtums. Dennoch geht man davon aus, dass der Stein ein Gedenkstein ist, (wie die Blumen die man zum Gedenken an/auf das Grab legt).
Die Sitte, über dem Grab einen Grabstein zu errichten, wird auf Genesis 35,19 - 20 zurückgeführt:
"Rachel starb und wurde auf dem Wege nach Ephrata, d.h. Bethlehem, begraben. Jakob errichtete einen Gedenkstein auf ihrem Grabe. Es ist der Denkstein auf dem Rachelgrabe bis auf den heutigen Tag."
http://www.payer.de/judentum/jud503.htm#4.
und
http://www.zentralratdjuden.de/de/topic/210.html
streiten wir uns jetzt?
Ich hoffe nicht!
Aber es ist doch schön, dass ein Foto uns dazu bekommt, dass wir uns sachkundig machen.
Was kann man von einem Foto mehr verlangen, als dass es uns neugierig macht :-)
Steine zum Schutz gegen wilde Tiere, die die Knochen ausbuddeln, halte ich nicht für unwahrscheinlich. (Ein Steinberg würde auch helfen das Grab später- spätestens nach einem Jahr) wiederzufinden.)
Natürlich ist der Stein, den man hinbringt ein Gedenkstein, ebenso wie der Denkstein mit dem Namen.
Es macht auch Sinn den Steinhaufen, den man bei der Beerdigung anhäuft, jährlich zu erneuern durch einen "Gedenkstein". Denn sicher versackten die Steine, rollten weg oder der Boden nivellierte sich einfach durch Wind und Wetter.
Rachel starb und wurde _auf dem Wege_ nach .. begraben.
Jakob errichtete einen Gedenkstein auf ihrem Grabe. (wann? er hatte bestimmt keinen zur Hand und war auf dem Weg.. es wird ein Jahr später gewesen sein) Es ist der Denkstein auf dem Rachelgrabe bis auf den heutigen Tag."(bis zum jüngsten Tag)